Philipp Hrozek im Finale der Weltmeißterschaft in Innsbruck.
Carolin Herberle hat für sich einen Weg gefunden mit ihrer Behinderung zu leben und hervorragend zu klettern.
„Viele sehen immer nur meinen Arm - doch als eigentliche Behinderung empfinde ich vielmehr meine chronische Migräne“, erzählte sie mir.
Damaris Blum (l.), Ivon Lawerenz (m.) und Christoph Reichert (r.) bei der Besprechung von Trainingsruten.
Für blinde Athlet*innen ist das Einprägen der Griffe und das Vertrauen auf den Sightcoach essentiell.
Luisa Grube (l.) mit Sightcoach Ingo Filzwieser (r.). Athlet*in- nen mit Sehbehinderung werden über ein Headset von ihrem Sightcoach dirigiert.
Klettern wird hier zu Teamleistung, geprägt von lang erprobter Kommunikation und Vertrauen.
Phillip Hrozek wäre bei einem Autounfall fast ums Leben gekommen und hat seither Muskelschwächen in Armen und Beinen.
Die Ärzte sagten ihm er würde nie mehr klettern können. 2025 holte er sich den dritten Platz bei der Weltmeißterschaft in Seoul.
Neben der Möglichkeit seinen Sportlichen Ergeiz auszuleben gibt ihm das Team einen Ort der Gemeinschaft und des gegenseitigen Verständnisses.
Lena Dobberke arbeitet ehrenamtlich als Psysiotherapeutin für den Paraclimbing-Kader.
Hier mit Kevin Bertke. Eine sehr persönliche Betreuung ist ihr wichtig,
gerade da alle Athlet*innen mit unterschiedlichen Belastungen und Herausforderungen klettern.
Christoph Reichert, leitender Trainer des Paraclimbing Kaders.
Er entwickelt individuelle Trainingstrategien für alle Athlet*innen, angepasst an die jeweiligen Herausforderungen.
Kevin Bartke (r.) in der Isolationszone, kurz vor dem Finale der Weltmeißterschaft in Innsbruck, bei der er den ersten Platz belegte.
Carolin Herberle in der Qualifikationsrute bei der Weltmeis- terschaft in Innsbruck.
Hoch hinaus mit Behinderung
unterwegs mit dem Paraklettern-Team Deutschland
Das Sportklettern ist in den letzten Jahren stark im Mainstream
angekommen. Bei Olympia feierte der Sport 2021
seinen Debut.
Paraclimbing hingegen wird nachwievor marginalisiert und
erfährt vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit und Unterstützung.
Im Verlauf der Wettkampfsaison 2025 begleitete ich in zusammenarbeit
mit dem DAV das deutsche Paraklettern-Nationalteam.
Von Trainings im Kletterzentrum München bis hin
zur Weltmeisterschaft in Innsbruck.
Dabei traf ich auf unglaublich inspirierende Menschen, alle
mit ihren eigenen Herausforderungen und Lösungen trotz
ihre Behinderung höchst beeindruckende sportliche Leistungen
zu erbringen. Besonders inspiriert hat mich die unterstützende
Stimmung untereinander, welche ich in meiner
eigenen Laufbahn als Leistungskletterer oft vermisste.
Das Fotoprojekt steht noch am Anfang und ziehlt darauf ab,
das Team weiterhin zu begleiten, mit Aussicht auf das Debut
des Paraclimbing bei den Paralympics 2028.